"Es muss was passieren"

Kultur | Michael Omasta und Joachim Schätz | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

FILM Robert Drew und Richard Leacock haben Anfang der Sechziger mit ihrem Direct Cinema den Dokumentarfilm neu definiert. Ein Gespräch über die Arbeit mit Kennedy, Castro und dem Ku-Klux-Klan.

Hi, ich bin Bob Drew", stellt Richard Leacock sich beim Interview vor. Obwohl sich die Wege der beiden alten Herren vor mittlerweile 45 Jahren trennten, sind sie bis heute befreundet: Richard Leacock, der in England geborene, 87-jährige Kameramann und Editor und der um drei Jahre jüngere Robert Drew, ein ehemaliger Zeitungsmann, der Anfang der Sechziger zum Motor einer neuen Bewegung im US-amerikanischen Dokumentarfilmschaffen wurde - des sogenannten Direct Cinema.

Die unmittelbare Darstellung von Realität, wie sie Drew Associates, eine Gruppe junger Dokumentaristen, in Filmen über Wahlkampfauseinandersetzungen, politische Krisen, die Todesstrafe sowie Prominenz aus Sport und Kultur verfolgte, erlebte ihren Durchbruch und Höhepunkt während der Präsidentschaft von John F. Kennedy. Der politische


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