Ohren auf

Britjazz

Kultur | Klaus Nüchtern | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

Im Unterschied zum Britpop hat es der Jazz von der Insel nicht wirklich geschafft, zur Trademark zu werden. Dabei gäbe es – neben längst internationalisierten Größen wie John McLaughlin oder Dave Holland – natürlich genug stilistisch eigenständige Tendenzen. Der Reedsplayer John Surman hat übrigens mit beiden zusammengespielt und eine Reihe von grenzgängerischen und genreübergreifenden Projekten verfolgt. „Rain on the Window“ (ECM/Lotus) muss allerdings zu den weniger geglückten gezählt werden. Die Duos mit dem Organisten Howard Moody pendeln unentschlossen zwischen Folklore, Anleihen bei der Alten Musik, Jazz und haltlosem Kitsch und haben als größten Reiz die Akustik einer Kirche im Osloer Bezirk Ullern zu bieten.

Surmans ebenfalls 1944 geborener Landsmann Evan Parker ist seit Jahrzehnten ein Fixstern der europäischen Avantgardejazzszene. Vor vier Jahren realisierte er in der Münchner Muffathalle das nun veröffentlichte „Boustrophedon (in Six Furrows)“ (ECM/Lotus)


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