Die DNA der Klänge

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

MUSIK Eva Reiter verkörpert einen selten gewordenen musikalischen Universalismus: als Instrumentalistin, Improvisatorin und Komponistin höchst energiegeladener Musik. Nein, natürlich wolle sie die Desoxyribonukleinsäure nicht zum Klingen bringen, sagt Eva Reiter, und um ihre Musik zu hören, brauche man auch gar nichts über diesen molekularen Träger des menschlichen Erbguts zu wissen. Aber so wie alle Komponisten aller Zeiten habe eben auch sie ihre außermusikalischen Inspirationsquellen. "Und das ist nun mal die Molekularbiologie."

Entwarnung also: Das große Porträtkonzert im Radiokulturhaus, das die Jeunesse der 32-jährigen Wienerin dieser Tage widmet, wird mit Sicherheit nicht zum naturwissenschaftlichen Seminar mutieren. Im Gegenteil. Zu erwarten ist die Werkschau einer in vielerlei Hinsicht außergewöhnlichen Musikerin, die im Bereich der zeitgenössischen Komposition bereits zu einer erstaunlich eigenständigen Position gefunden hat - und darin nichts an packender Intensität


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