Kraliceks Festwochen-Tagebuch (1)

Kultur | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

Während der Wiener Festwochen hat der Theaterredakteur viel zu tun: Fast jeden Abend ist was. Und er weiß, jeden Abend könnte ein Wunder geschehen. Für alle, die daheim bleiben müssen, führt er Tagebuch: Notizen eines Festwochenbesuchers auf der Suche nach dem Theaterglück.

Dienstag, 6. Mai: Liebes Tagebuch! Entschuldige, dass ich so lang nicht geschrieben habe, aber eigentlich bin ich ja gar nicht der Typ für dich. Nicht einmal in der Pubertät habe ich Tagebuch geführt! Für die Festwochen aber mache ich natürlich auch heuer eine Ausnahme. Heute Früh hab ich mir im Festivalbüro meine Karten abgeholt. 24 Stück! Das muss man erst einmal seiner Frau erklären. Muss ich mir das wirklich alles anschauen? Ja, Schatz. Es gibt zwei Möglichkeiten, die Festwochen zu besuchen: Entweder, man sucht sich - wie das die meisten Leute machen - fünf, sechs Stücke raus, oder man muss da durch. Sonst versäumt man nämlich womöglich ausgerechnet den Abend, der's gewesen wäre.

Der heutige


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