U2 neu

Stadtleben | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

Seit dem 25. Februar 1978 verbindet die U1 die Leopoldstadt mit dem Stadtzentrum, seit dem 10. Mai 2008 ist es nun auch die U2. Bisher eine der kürzesten U-Bahn-Linien der Welt (3,6 Kilometer) reicht die Linie damit seit vergangenem Samstag vom Karlsplatz über die neuen Stationen Taborstraße, Praterstern, Messe und Krieau bis vor das Ernst-Happel-Stadion. Es war nicht zuletzt die bevorstehende Europameisterschaft, die dabei zur Eile antrieb.

Die Konsequenzen der neuen Verbindung gehen freilich weit über das Fußballereignis hinaus: Einige der angebundenen Grätzel, etwa das Volkert- oder das Stuwerviertel, erwarten durch die neue Zentrumsnähe einen Entwicklungsschub. Auch Großprojekte nördlich des Praters, etwa die neue Wirtschaftsuniversität und die Zentrale der OMV, profitieren von der U-Bahn-Verlängerung. Insgesamt erwartet man, dass der - mancherorts immer noch recht verschlafene - zweite Bezirk durch die Linie von seiner Zentrumsnähe stärker profitieren wird.

An der nächsten U2-Verlängerung wird übrigens schon seit knapp zwei Jahren gebaut: Im Jahr 2010 soll sie bis zur Aspernstraße reichen, 2013 bis zum geplanten neuen Stadtteil am Flugfeld Aspern. Im fernen Jahr 2019 soll die U2 schließlich auch nach Süden verlängert werden und das geplante Viertel um den neuen Hauptbahnhof erschließen. Dann lauten die Endstationen "Gudrunstraße" und "Flugfeld Aspern Süd" und aus der violetten Spielzeugbahn wird etwas richtig Großstädtisches geworden sein.


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