Tier der Woche

Schlechte Zeiten


Peter Iwaniewicz
Stadtleben | aus FALTER 20/08 vom 14.05.2008

Es ist ja nichts mehr so, wie es einmal war. Sogar mit der von manchen als "Keimzelle der Gesellschaft" betrachteten Familie geht es den Bach hinunter. Und damit alles wieder besser wird, hat die Uno seit 1993 zwischen Mutter- und Vatertag am 15. Mai den "Tag der Familie" platziert. Da gibt es Friede, Freude, Eierkuchen und "Schutz der Familie vor staatlichen Eingriffen". Oder wie der Österreicher zu sagen pflegt: My home is my dungeon.

Doch da kommt schon die erste schlechte Nachricht: Auch Frauen in Osteuropa bekommen jetzt durchschnittlich nur mehr 1,3 Kinder, während es im Kommunismus noch 2,1 Nachwüchse waren. Unverständlich, wo doch die Wirtschaftskammer meint, dass es zuerst der Wirtschaft gutgehen muss, damit es auch den Menschen gutgehen kann.

Dafür fangen englische Kohlmeisinnen um zwei Wochen früher zu brüten an. Schuld daran ist nicht so sehr der Zerfall der Nestfamilie, sondern originellerweise der Klimawandel. Weil es früher warm wird, gibt es mehr Raupen und somit mehr

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