Liebe Leserin, lieber Leser

Vorwort | Klaus Nüchtern | aus FALTER 21/08 vom 21.05.2008

Alle Klischees sind wahr. Sagt man. Aber auch ein Klischee ist eine Tochter der Zeit. Hat Helmut Kohl einmal gesagt. Oder Andreas Khol. Oder Mao. Egal. Ein hübsches Klischee, das sich bis ins letzte Jahrzehnt des vorigen Jahrtausends gehalten hat, war, dass die Leute im Falter Juteoveralls tragen und die Zeitung im Kartoffeldruckverfahren hergestellt wird. War mal wahr. Heute sind wir hier mindestens so modern wie irgendeine österreichische Partei. Da schreibt auch nicht jeder Spitzenpolitiker seine Reden selber. Barbara Tóth ist der Frage nachgegangen, wie Reden entstehen und warum sie manchmal so fad sind wie der Politiker, der sie hält, obwohl sie gar nicht von ihm verfasst wurden (siehe Seite 10). Diese Kolumne wird auch jedes Mal von jemand anderem verfasst. Nina Horaczek und Julia Ortner waren es diesmal jedenfalls nicht, weil sie sich mit dem Phänomen und System Werner Faymann befassen mussten (S. 8). Der Verkehrsminister unterscheidet sich von seinem Vorgänger Hubert "too


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