Ein Staatsevent

Vorwort | Armin Thurnher | aus FALTER 21/08 vom 21.05.2008

SEINESGLEICHEN GESCHIEHT Neulich im Redoutensaal: Die ÖVP feiert sich, ihr Chef Wilhelm Molterer redet die Nation an.

Wir müssen wieder einmal übers Reden reden. Nicht über den Aufreger der Woche, den argentinischen Witz von Kanzler Gusenbauer. Nein, wir reden von der Volkspartei und jener Rede an die Nation, welche die Obmänner der ÖVP seit 25 Jahren am 15. Mai zu halten pflegen. Es begann mit Alois Mock im Belvedere, einem angemessenen Ort - dort wurde der Staatsvertrag unterzeichnet -, und verlagerte sich schließlich in die Hofburg, wo letzte Woche Vizekanzler Wilhelm Molterer seine erste Ansprache an die Nation richtete.

Sie stand unter merkwürdigen Auspizien. Am Tag vor der Unterzeichnung des Staatsvertrags wurde der Redner geboren, was er so ausdrückte: "Es ist eine Gnade zu erfahren, wenn die Mutter über meine Geburt erzählt und über den nächsten Tag. Es ist eine Gnade - ob es stimmt weiß ich nicht - erzählt zu bekommen, dass zu dem Zeitpunkt, wo ich geboren wurde, der


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