Serbische Knochen

Politik | Veronika Seyr | aus FALTER 21/08 vom 21.05.2008

Rezension Weil seine Eliten stets die falschen Ziele verfolgten, wurde Serbien um hundert Jahre zurückgeworfen. Diese These vertritt der Historiker Holm Sundhaussen in seinem neuen Buch.

Jüngst blickte Europa gebannt nach Serbien. In vorgezogenen Parlamentswahlen entschied die Bevölkerung nicht nur über eine neue Regierung, sondern auch über ihre Haltung gegenüber der EU. Überraschend setzte sich das proeuropäische Bündnis unter Staatsoberhaupt Boris Tadic´ durch. Trotz dieses Wahlsieges sollte man keine falschen Vorstellungen von Serbien haben: Das Land ist noch immer von einem extremen Nationalismus geprägt, der die Bevölkerung spaltet.

Wer verstehen will, warum Westler und EU-Gegner einander so erbittert bekämpfen, kann die Antwort darauf in Holm Sundhaussens Buch "Geschichte Serbiens: 19.-21. Jahrhundert" finden. Der Professor für südosteuropäische Geschichte an der Freien Universität Berlin geht der Entstehung des serbischen Staates nach. Er listet dabei nicht nur historische


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