Kritik kurz

Kultur | aus FALTER 21/08 vom 21.05.2008

Susan Hiller Freud hätte sich sehr für Okkultismus interessiert und weniger für eine rational-wissenschaftliche Sichtweise, als ihm später unterstellt wurde. Das betonte die 1940 geborene Künstlerin Susan Hiller bei der Pressekonferenz zu ihrer Ausstellung, die mehrere große Installationen umfasst. In ihrer Arbeit "From the Freud Museum" bezieht sich Hiller auf wenig bekannte Texte Freuds, in denen der Sammler von archäologischen Artefakten über Mythen und Übersinnliches schreibt. Als Antwort hat die Künstlerin 50 Boxen gefüllt, die in einer Vitrine stehen und deren dadaistischer Humor sie recht schwer verständlich macht. In einem anderen Schaukasten sind die "Kunstwerke" von Alfie West ausgestellt, der mit dem Talent des Haarespaltens ins Guinness-Buch der Rekorde kam. Die Grenze zwischen Kunst und Versponnenheit wackelt auch bei Marcel Duchamp und Yves Klein: Hiller bezieht sich mit Aura-Fotos aus dem Internet auf Duchamps Aura-Gemälde und weist auf Parallelen zwischen Kleins


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