Rotes Licht, rote Karten

Stadtleben | Nina Horaczek | aus FALTER 21/08 vom 21.05.2008

FRAUENHANDEL Die Euro soll nicht nur auf dem Rasen fair verlaufen. Auch Zwangsprostitution und Gewalt gegen Frauen zeigt man die rote Karte.

Keiner soll behaupten können, er habe es nicht verstanden. Deshalb heißt es auf den Flyern, die eben in Druck gehen und während der gesamten Fußball-EM in Stadien und Fanzonen verteilt werden sollen, in gleich 22 Sprachen: "Rote Karte gegen Zwangsprostitution".

Die österreichische SP-Abgeordnete im EU-Parlament Christa Prets hat mit Kolleginnen im Frauenausschuss des Europäischen Parlaments eine vom Frauenministerium finanzierte Aktion gestartet, um Fußballfans für das Problem des Frauenhandels und der Zwangsprostitution zu sensibilisieren.

Weltweit werden laut Schätzungen der Internationalen Arbeitsorganisation ILO etwa 2,4 Millionen Menschen pro Jahr Opfer von Menschenhändlern. Vier Fünftel davon sind Frauen und Kinder, fast 90 Prozent werden zur sexuellen Ausbeutung verschleppt. Alleine in Mittel- und Osteuropa sind laut jüngsten Zahlen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige