Maschinen II

Yamaha DX7

Kultur | aus FALTER 21/08 vom 21.05.2008

Seit mehr als zehn Jahren verwenden F.S.K. den Synthesizer Yamaha DX7. Keine Frage: Das ist kein cooles Ding. In Kennerkreisen eher verpönt. Verwendet wurde er gerne in den frühen Achtzigern und war aufgrund der Erschwinglichkeit einer der ersten Synthesizer für eine breitere Masse. Thomas Meinecke bringt es auf den Punkt: "Der steht für den entsetzlichen Sulz, der in den frühen Achtzigern aus den Keyboards geleiert wurde." Schon die Presets klingen gefährlich: Mississippi-Dampfer, Panflöte, Glasharfe oder Milchstraße. Aber so funktioniert sie, die Avantgarde: Bestehendes umcodieren, gegen den Strich und vor allem gegen die Bedienungsanleitung verwenden. Das machen auch F.S.K. seit Mitte der Neunziger, als ihnen der DX7 wegen queerem House zu gefallen begann. In Kontakt gekommen sind sie mit dem DX7 eher zufällig: "In den USA ist uns von Veranstaltern immer wieder so ein Ding hingestellt worden. Man hat da hinaufgedrückt, dann ist erst mal nichts gekommen und dann so eine Wolke wie eine Art Flatulenz."


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