Phantom Kunst

Nina Grünberger | Kultur | aus FALTER 21/08 vom 21.05.2008

STADTMENSCHEN Der Künstler Franz Strauss fertigt Phantombilder an. Der Künstler Andreas Platzer sammelt sie und stellt erlesene Exemplare aus.

Wie stellt man sich einen Phantombildzeichner vor? Anders. Der dunkel gekleidete Mann übt sich in Zurückhaltung, während er in sein graues Büro führt. Er spricht sehr leise. Seine Antworten fallen knapp aus. Franz Strauss ist Chef des Assistenzbereichs 1 der Fahndungsabteilung des Landeskriminalamts Steiermark und als solcher für die Anfertigung von Phantombildern zuständig. "Phantombilder sind Mittel zum Zweck und zusätzliches Fahndungsinstrument", sagt er. Sie werden eingesetzt, wenn es keine Aufzeichnungen einer Überwachungskamera gibt und man - außer mit Hilfe von Zeugen - den Täter nicht feststellen kann. Pause. Dann erklärt Strauss, dass nicht jeder die Fähigkeit besitze, Gesichter zu beschreiben. Seine Augen werden munter. Er selbst habe gelernt, "stundenlang nur den Himmel zu beobachten", und ein guter Künstler zeichne sich

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