Vor 20 Jahren im Falter

Vorwort | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

Da war er nun, der neue Falter. Neues Design von Lebisch, weiterhin sparsam im Umfang (16 Seiten A3 plus Zeitplan, das "Stadtmagazin im Falter", sprich das Programm auf 32 Seiten A 4). Optisch weicher, mit Trennlinien und klassischen Überschriften mit Serifen (das sind die Füßchen an den Buchstaben).

Inhaltlich lautete die Neuerung: Wir haben keinen Platz, also besetzen wir ihn mit einem großen Thema und überlassen den Rest kurzen Notizen, Glossen und dem Feuilleton (falls dieses nicht gleich selbst das Thema vorgibt).

In der ersten neuen Ausgabe stand das Thema Pornografie auf dem Titelblatt, eine Auseinandersetzung mit Alice Schwarzers Kampagne gegen diese. Dazu kam ein Streitgespräch mit dem ästhetischen Pornografen Erwin Puls und dem selbsternannten Pornojäger Martin Humer, ein Essay von Andrea Hurton über Humer, Christoph Winder besichtigte Pornomagazine, Wolfgang Koch polemisierte gegen die "falsche Unterscheidung" von erotischer Kunst und kunstloser Pornografie und Rezensionen von Heidi Pataki und Neda Bei.

Außerhalb des Schwerpunkts porträtierte Hans Hurch den Filmemacher Kurt Kren, Leopold Federmayr berichtete aus Paris über die Wirkung der Heidegger-Biografie von Victor Farias. Und Chefredakteur Mischa Jäger verabschiedete sich mit einem "Brief an den Falter". Davon ein andermal mehr. A. T.


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