Funny Games

Vorwort | Sibylle Hamann | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

KOMMENTAR In Amstetten-Mauer sind die Falschen eingesperrt. Nicht die Familie F. sollte sich fürchten müssen, sondern die Stalker.

Es gibt seit ein paar Jahren ein neues Wort im Strafrecht, das aus dem Gälischen stammt. "Stalc" heißt "jagen" oder "hetzen". Anfangs fühlten sich vor allem Promis gemeint, doch mittlerweile weiß man, dass es auch der Frau Huber von nebenan passieren kann.

Stalking ist, wenn Harmloses ausartet. Anrufen zum Beispiel, SMS schicken, vor der Haustür warten, jemanden im Büro besuchen, Nachbarn aushorchen, Blumensträuße schicken, Geschenke machen, Briefe unter der Türschwelle durchschieben, Fotos knipsen. Das alles kann nett gemeint sein. Wenn nette Gesten allerdings ungewollt sind und sich in "beharrliche Verfolgung" verwandeln, sind sie Gewalt. Stalking bedeutet für das Opfer Dauerstress und Angst. Es kann zu Panikattacken führen, zu Herzrasen und Depressionen, zu Konzentrationsstörungen und sozialer Isolation, zur Berufs- und Beziehungsunfähigkeit,


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