Dr. Yes und Dr. No

Politik | Ingrid Brodnig und Kurt Langbein | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

ÄRZTESTREIK Der eine wird seine Ordination zusperren und gegen die Gesundheitsreform demonstrieren, der andere lehnt diese Blockade ab. Warum sich zwei praktische Ärzte uneins sind.

Obwohl er sich fürchtet, seine Patienten zu verärgern, will der Wiener Allgemeinmediziner Gerhard Hecht seine Ordination für drei Tage zusperren. "Ich finde, Streik sollte immer nur das letzte Mittel sein. Aber derzeit wird extrem über die Ärzte drübergefahren, ohne auch nur einen Gedanken darüber zu verlieren, uns einzubeziehen", meint er. Für ihn geht die Gesundheitsreform am Thema vorbei: Statt bei den Krankenhäusern zu sparen, treffen die Maßnahmen hauptsächlich die niedergelassenen Ärzte. "Ich bin sicher, dass wir nicht diejenigen sind, die die größten Kosten verursachen", sagt er.

Erwin Rebhandl, Gemeindearzt im oberösterreichischen Haslach, ärgert dagegen an seiner Standesvertretung, "dass die Ärzteseite in der letzten Zeit keine vernünftigen Vorschläge mehr gemacht hat". Er will über


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