Operation Pelztier

Politik | Nina Horaczek | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

JUSTIZ Vergangene Woche durchsuchte die Polizei zahlreiche Wohnungen von Tierschützern und nahm zehn Aktivisten fest. Deren Anwälte werden über die konkreten Vorwürfe im Unklaren gelassen.

Matthias P. liebt Fleisch, "am liebsten roh", und auch von seiner Lammfelljacke würde er sich niemals trennen. Trotzdem scheint der Name des 48-Jährigen nun in einer Strafsache wegen Bildung einer kriminellen Tierschutzorganisation auf. Es war eine Polizeiaktion, wie es sie in Österreich nur selten gibt: Vergangenen Mittwoch durchsuchten Beamte in den frühen Morgenstunden 23 Wohnungen in ganz Österreich, holten die schlafenden Bewohner zum Teil mit gezogener Waffe aus ihren Betten, durchkämmten Wohnungen und Büros und transportierten hunderte Kisten Beweismaterial in Lieferwägen ab. Zehn Verdächtige sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Der Vorwurf laut Staatsanwaltschaft: Sie hätten sich an einer "zumindest seit 1997 bestehenden, auf längere Zeit angelegten unternehmensähnlichen Verbindung


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