"Ich bin nur indirekter geil"

Medien | Stefan Apfl und Barbara Tóth | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

INTERVIEW Der Schriftsteller, Philosoph und Ö1-Mitarbeiter Franz Schuh im Gespräch über seine Obszönitätsbeobachtung im Fall F., die Tyrannei der Intimität und den Hass auf Natascha Kampusch.

Wer Franz Schuh zuhause besucht, betritt ein Universum des kultivierten Chaos. Das langgezogene Arbeitszimmer ist verdunkelt, Regale und Tische sind mit tausenden Büchern vollgeräumt, Zetteln und Rechnungen auf dem Boden verstreut. "Lassen Sie die da liegen", sagt der Hausherr bestimmt. "Die liegen absichtlich genau dort." Schuh selbst sitzt im Anzug breitbeinig inmitten der scheinbaren Unordnung. Weil es nicht genug Sessel gibt, nehmen wir für das Interview auf dem Bett Platz.

Falter: Verfolgen Sie die Berichterstattung über die Familie F.?

Franz Schuh: Masseneremit, der ich bin, bin ich nicht mehr dran an dem Fall. Es hat sich erschöpft.

Was war der Moment, in dem Sie genug hatten?

Es geht dabei nicht um mich. Das ist ein selbstverständlicher Prozess: Die Strategie der Darbietung ist darauf


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