Schmähstad statt Stadtkino

Kultur | Michael Omasta | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

KULTURPOLITIK Der Geschäftsführer des Wiener Stadtkinos, Franz Schwartz, legt seine Tätigkeit mit Ende des Jahres nieder. Das Kulturamt agiert ratlos, obwohl es davon längst weiß.

Sagen wir einfach, wie's ist: Mit dem Stadtkino am Schwarzenbergplatz 7-8 steht nun eine Bastion der heimischen Filmkultur auf dem Spiel - Wiens bestes Programmkino und Österreichs wichtigster Verleih. Unter den gegebenen Rahmenbedingungen ist das Unternehmen Stadtkino nämlich nicht länger zu betreiben. Aus dem Büro des Wiener Kulturstadtrats Andreas Mailath-Pokorny hieß es am vergangenen Montagnachmittag auf Anfrage des Falter zum aktuellen Stand in der Causa: "Für uns ist das eine neue Situation."

Dabei muss das Kulturamt von der lebensbedrohlichen Entwicklung, mit der sich das Stadtkino inzwischen konfrontiert sieht, wenigstens seit September vorigen Jahres gewusst haben. Damals gab die Wiener Stadthalle Betriebs- und Veranstaltungsgesellschaft bekannt, 2008 zum definitiv letzten Mal die sogenannte


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