"I lost my Umlaut"

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

LITERATUR Nathan Englander hat acht Jahre an seinem ersten Roman geschrieben. Mit "Das Ministerium für besondere Fälle" setzt er die große jüdisch-amerikanische Literaturtradition fort.

Er war schon einmal hier, erinnert sich der Autor. Vor 18 Jahren, als er mit dem Rucksack einen Sommer lang durch Europa zog, verbrachte er auch ein paar Tage in Wien. "Damals habe ich gegen meine jüdische Erziehung rebelliert und hatte lange Haare", erzählt er. "Heute sehe ich aus wie ein Yuppie. Ich bekomme in Lokalen bessere Tische, und die Leute nennen mich Sir. Früher wurde ich schon mal Ma'am gerufen." Nathan Englander hat acht Jahre lang an seinem Roman "Das Ministerium für besondere Fälle" gearbeitet. Da erwartet man zum Interview eigentlich einen stillen Grübler, wenn nicht gar einen Schreibtisch-Autisten - und bekommt stattdessen einen vor Witz und Energie übersprudelnden jungen Woody Allen.

Nach Jonathan Safran Foer ("Alles ist erleuchtet") gilt der 37-jährige Englander als der Nächste,


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