Der perfekte Selbstmord

Kultur | Wolfgang Kralicek | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

THEATER Da kocht der Wienerwaldsee: Christiane Pohle inszeniert Gert Jonkes Suizidkomödie "Freier Fall" im Akademietheater.

Es war einmal ein Schauspieler, der sah sich von der Bühne aus jeden Abend selbst im Zuschauerraum sitzen. Der Doppelgänger, der ihm manchmal die lange Nase drehte, machte den Schauspieler so wütend, dass er eines Abends einen Blumentopf von der Bühne warf - worauf der Zuschauer ein Auge verlor. Der Doppelgänger aber war, wie sich herausstellte, der lange vermisste Zwillingsbruder des Schauspielers, und wenn sie gemeinsam auftraten, sagte er fortan: "Von den eineiigen Zwillingen bin ich der Einäugige."

Es war einmal ein Bestattungsunternehmer, der für seine Begräbnisse immer opulentere künstlerische Darbietungen organisierte, sodass irgendwann ganze Opern zur Aufführung gebracht wurden und sogar Eintrittskarten verkauft werden mussten. "Die Angehörigen und näheren Bekannten des oder der Verblichenen werden natürlich mit Freikarten ausgestattet."

"Freier


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