Kraliceks Festwochen-Tagebuch (3)

Kultur | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

Während der Wiener Festwochen hat der Theaterredakteur viel zu tun: Fast jeden Abend ist was. Und er weiß, jeden Abend könnte ein Wunder geschehen. Für alle, die daheimbleiben müssen, führt er Tagebuch: Notizen eines Festwochenbesuchers auf der Suche nach dem Theaterglück.

Mittwoch, 21. Mai: Auf einer interessanten Bühne, die wie das Setting für ein Konzert mit seltsamen elektronischen Geräten aussieht, zeigt die Berliner Gruppe andcompany&Co. die Performance „little red (play):, herstory‘“. Ungefähr so umständlich wie der Titel ist auch das Stück aufgebaut, das sich aus der Perspektive der Zukunft einem gescheiterten Zukunftsmodell der Vergangenheit annähert: der DDR. Die vier Darstellerinnen und Darsteller singen DDR-Lieder und erzählen von Little Red, einer Art DDR-Rotkäppchen. Hintergrund von Little Red ist die Biografie von Regisseurin Nicola Nord, die die Sommerferien ihrer Kindheit als BRD-Bürgerin in FDJ-Lagern verbrachte. Statt sich auf diese gute Geschichte


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