Zerschnitzelt und zerschnipselt

Stadtleben | Joseph Gepp | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

VERKEHR Eine "Gegend" war er laut Otto Wagner. Jetzt widmet sich eine ganze Ausstellung dem Grenzland Karlsplatz. Eine Annäherung.

Was ist der Karlsplatz? Eine stark befahrene Straße an der Zweierlinie. Rasenfläche und ein paar Baumkronen im Resselpark. Ein Mädchen mit leiernder Stimme und blauer Zunge in der U-Bahn-Passage. Eine Schutzzone. Eine Bezirksgrenze. Eine Straßenbahnstation. Der Karlsplatz ist halb Innere Stadt und halb Wieden, halb Straße und halb Park, halb Kunst- und halb Drogenmeile. Nicht Fisch und nicht Fleisch. "Ein Platz, der ausrinnt", nennt ihn Christian Rapp, der gemeinsam mit Elke Doppler eine Ausstellung im Wien Museum gestaltet hat. Eigens zum Thema Karlsplatz und erstmals auf zwei Stockwerken, die sonst zwei verschiedenen Sonderausstellungen vorbehalten sind. Es ist ein breites Phänomen, dem man gerecht werden wollte.

Den Geist des Ortes soll die Ausstellung einfangen und zeigen. Gerade beim Karlsplatz ist das nicht leicht. Wo er beginnt und wo er aufhört,


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