Tier der Woche

Aufwärmen

Stadtleben | Peter Iwaniewicz | aus FALTER 22/08 vom 28.05.2008

"Warum ist Fußball männlich?"

"Das hat mit Füßen zu tun, es wird getreten und ist damit eine Form der

Herrschaftsausübung."

Konrad Paul Liessmann

Offenbar gibt es ein dringendes menschliches Bedürfnis nach Synchronisation. Alle sollen möglichst gleich denken, gleich handeln, gleich aussehen. Nein, gemeint ist hier nicht das verblassende Schreckgespenst Sowjetkommunismus, sondern der gespenstisch auftauchende Schrecken Euro 2008. Beeindruckend ist es zu sehen, dass es Firmen schaffen, sich bei diesem Sportereignis bis in den letzten intimen Lebensbereich mit ihren Produkten anzuflanschen: "Erotikshops bieten Sextoys im EM-Design", informiert uns die offizielle Website über eine wahrhaft frohe Botschaft. Diverse Shops bieten "Fußbälle als Liebeskugeln", "Vibratoren im Fußballfelddesign", Kondome fürs "Auswärtsspiel" und "T-Shirts für Frauen mit Bällen an den, richtigen' Stellen". Da soll noch einmal jemand sagen, bei der Euro würde den Damen nichts geboten werden! Hier zeigt sich


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