Platter light

Julia Ortner | Vorwort | aus FALTER 23/08 vom 04.06.2008

KOMMENTAR Die Integrationstour des Innenministers war teuer, aber belanglos. Von der groß angekündigten Debatte fehlt jede Spur.

Boris Nemsic, Arabella Kiesbauer, Mirna Jukic, das sind die Vorbilder. Konzernchef, Fernsehplauderin oder Spitzenschwimmerin kann man in Österreich auch werden, wenn man von woanders kommt, lernen die Schulkinder bei Günther Platters Integrationskampagne. Immer wenn der Infotruck des Innenministers wo Station macht, gibt es zu dieser Portion Zweckoptimismus auch noch Infotainment. Wie das Quiz, bei dem Moderatorin Miriam Hie mit den jungen Besuchern über Zuwanderung plaudert: "Was ist ein Migrant?", fragt sie bei der Tourstation vor dem Wiener Donauzentrum. "Ein Armer", sagt ein türkischstämmiger Bub. Alle lachen. So nett, so belanglos ist das Konzept der Integrationstour - Zuwanderungspolitik light.

20 Stationen quer durch Österreich hat der Truck mit der harmlosen Botschaft in den vergangenen zwei Monaten bereist. Dabei hat die von der Regierung beschlossene

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