Kommentar

Achtung, hier steht Kunst rum!

Kultur | Nicole Scheyerer | aus FALTER 23/08 vom 04.06.2008

Alfred Hrdlicka vor der Albertina, Rachel Whiteread am Judenplatz, Lawrence Weiner am Flakturm: Die Aufzählung von Kunst im öffentlichen Raum Wiens fällt auch bei aufmerksamen Kunstfreunden nicht besonders lang aus. Dabei wäre der Mangel an hervorstechenden Monumenten noch nicht weiter schlimm, wenn sich Wien mit temporären Aktionen anstatt mit für die Ewigkeit gebauten Skulpturen hervorgetan hätte. Da sie aber auch in dieser Kategorie hinter anderen europäischen Städten liegt, hat Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny 2004 einen eigenen Fonds eingerichtet. Mit 800.000 Euro schien dieser Geldtopf gut gefüllt; zu gut offenbar, denn absurderweise kamen die Verantwortlichen nicht dazu, diese Mittel auch auszugeben. Koordinator Roland Schöny musste seinem Chef frustriert melden, dass er aufgrund der extrem langwierigen Umsetzungsprozesse sein Jahresbudget unmöglich ausschöpfen könne.

Dass Kunst im öffentlichen Raum in Wien ein besonders heikles Feld ist, hatten schon die jahrelangen


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige