Veteranentreffen

Kultur | Michael Pekler | aus FALTER 23/08 vom 04.06.2008

FILM Paul Haggis' "In the Valley of Elah" findet neue Bilder für eine neue Art von Krieg. Die Spuren des Traumas sind auf dem Handy gespeichert, und der Irak-Veteran stirbt im eigenen Land.

Ein böser Traum quält den Schlafenden. Offensichtlich durchlebt er einen Flugzeugabsturz, denn er murmelt etwas von brennenden Tragflächen. "Get out! Get out!", schreit er plötzlich und blickt mit weit aufgerissenen Augen in die Kamera. In "The Best Years of Our Lives" (1946), einem mit nicht weniger als sieben Oscars ausgezeichneten Heimkehrerdrama von William Wyler, leidet Fredric March unter den traumatischen Ereignissen des Zweiten Weltkriegs. Er ist einer jener Männer, mit denen der Krieg nachhause gekommen ist, oder wie Erich Maria Remarque, Autor von "Im Westen nichts Neues" (1928), gerne zitiert wird: "Erst das Lazarett zeigt, was der Krieg ist." Für das Kino könnte man in Anlehnung daran formulieren: Erst die Halluzinationen der Heimkehrer zeigen, wie dieser Krieg aussieht.

In Paul Haggis'


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