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Kultur | aus FALTER 23/08 vom 04.06.2008

MIGRATION

B. Liegl/G. Spitaler: Legionäre am Ball

Sanel Kuljic wurde noch aus dem EM-Kader gestrichen, dafür sind Ramazan Özcan und Ümit Korkmaz dabei. Lange hat es gedauert: Erst 1999 spielte das erste Gastarbeiterkind in der österreichischen Nationalmannschaft. Viele Talente mit türkischen oder jugoslawischen Eltern sind wohl unentdeckt geblieben. Aufgrund "ethnischer" Filter schafften es bisher nur relativ wenige in die Bundesliga. 1111 Spieler und 106 Trainer fanden Barbara Liegl und Georg Spitaler in ihrer Untersuchung zur "Migration im österreichischen Fußball nach 1945". Dazu zählen neben den Ausländern der zweiten Generation vor allem "Legionäre". Neben Statistiken finden sich auch Porträts der Stars von gestern. Das Verhältnis der Fans zu den "Legionären" war und ist immer ambivalent und pendelt zwischen Kult ("Ivo, Ivo!") und dem Generalverdacht, nur "abzocken" zu wollen.

Verblüffend ist die enge Korrelation zwischen dem vermeintlich autonomen Bereich des Fußballs


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