Stadtrand

Geht doch!

Stadtleben | aus FALTER 23/08 vom 04.06.2008

Jetzt, wo "die ganze Welt" nach Wien blickt und ein rot-weiß-rotes Autofahnenmeer durch die Straßen wogt (wenn sie nicht gerade gesperrt sind), zeigt sich: Es funktioniert. Plötzlich fahren die U-Bahnen täglich eine Stunde länger (nämlich bis um halb zwei in der Früh). Plötzlich kann man auf der Straße laut sein, ohne dass gleich die Polizei kommt oder jemand "Sperrstund" brüllt. Plötzlich haben die Geschäfte länger offen (oder könnten zumindest theoretisch länger offen haben, was aber kaum jemand will). Plötzlich ist die Hauptallee im Prater nachts hell beleuchtet (was viele zum Flutlichtlaufen nutzen), sind Bahnhöfe, Supermärkte und U-Bahn-Stationen neu. Und selbst in den alten Bims steht auf einmal die Aufforderung "Nichts hinausstrecken" zweisprachig (jetzt muss nur noch die S-Bahn-Strecke zwischen Flughafen und Stadt internationalisiert werden). Die Euro ist Wiens Motor auf dem Weg zur Weltstadt. Mobilität fast rund um die Uhr, Leben auf den Straßen, mehrsprachige Hinweistafeln - es geht doch! Allerdings hat das Ganze ein Ablaufdatum: Die Euro endet am 29. Juni. Und damit auch ein Sommermärchen? C. W.


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