Spielplan

Kultur | Hermann Götz | aus FALTER 23/08 vom 04.06.2008

Für ihre flotte Produktion von Schillers "Kabale und Liebe" wurden TaO und Theater Mundwerk mit bestOFFstyria und Stella08 ausgezeichnet. Was liegt also näher, als einen weiteren Klassiker für die Jugend aufzubereiten? Diesmal heißt die Gemeinschaftsarbeit "Cyrano". Die traurige Parabel von Edmont Rostand um den Dichter mit der großen Nase, der seine Liebesschwüre einem Schöneren in den Mund legt. TaO-Leiter Manfred Weissensteiner setzt erneut auf eine mit allen Wassern gewaschene Regie, die trotz Sparsamkeit der Mittel an jedem Stadttheater bestehen könnte: schnell, witzig, glaubhaft. Aber auch oberflächlich. Es gibt eine Menge guter Antworten auf die Frage: Wie erzähle ich diesen Stoff (jungen Menschen)? Aber kaum eine auf die Frage: Wieso erzähle ich diesen Stoff? Die Sensation war Schauspielstudent Felix Krauss, der für die Rolle des Liebhabers einspringen musste und noch am Tag seines Engagements auf der Bühne stand.

Ein postdramatischer Zustand, das ist, wenn's zu Beginn


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