Falsche Feinde

Vorwort | Manfred Nowak | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

KOMMENTAR Alice Schwarzer irrt: nicht der "böse Westen" hat die Menschenrechtsverletzungen in Myanmar zu verantworten.

In ihrem im Falter und der FAZ abgedruckten "politischen Reisebericht" ("Meine Tage in Burma", Falter 23/08), der ein wenig an die verklärt-romantischen und realitätsfernen Texte Peter Handkes über das MilosÇevic´-Regime in Serbien erinnert, malt Alice Schwarzer das Gespenst einer neokolonialen Besetzung Myanmars unter dem Banner von Menschenrechten und Demokratie an die Wand. Zwar diesmal nicht unter der Führung der Bush-Regierung wie im Irak, sondern unter der Führung von Gordon Brown, der als "Exkolonialherr ... schon lange auf der Lauer" liege, um die Grundstücke und Häuser der Engländer in Myanmar rasch wieder zu besetzen. Denn "einst ehrenwerte Begriffe wie Menschenrechte und Demokratie" hätten "längst ihre Unschuld verloren", und es verstehe sich laut Alice Schwarzer "von selbst, dass das kleine Myanmar schon längst vom mächtigen Westen im Namen der


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