Wien braucht neue Buchstaben!

Jan Tabor | Medien | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

WERBUNG Einst war Wien das Zentrum der Typografie. Jetzt herrscht in der Metropole der ästhetische Notstand. Eine Polemik.

Wien braucht neue Buchstaben. Mit dem Austausch der kommunalen Typografie sollte gleich bei "Stadt/Stadtwappen/Wien" begonnen werden. Mit jenem Logo, das die Funktion eines amtlichen Hoheitszeichens erfüllt, eines offiziellen Briefkopfs gleichsam, obwohl es meist erst am Ende der von der Stadt Wien kommenden fröhlichen Mitteilungen gesetzt wird. Gleichsam als Ausdruck der vorzüglichen Empfehlung und kleingeschrieben. Der gegenwärtigen Wiener Typografie, das Layout dazu inbegriffen, wie flott sie auch auf den ersten Blick erscheinen mag, haftet etwas Amtliches an. Selbst nette und nützliche Empfehlungen geraten zu Verordnungen, Information zu Befehlen. Das ist das grafische Erbe der k.u.k. Zeit.

Der Eindruck der Amtlichkeit entsteht dadurch, dass zwischen die beiden Wörter "Stadt" und "Wien" das Stadtwappen - Stadt&Wappen, wie es auf Kommunalwerbedeutsch heißen

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