Kommentar

Albertina: Wer, wenn nicht er?


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

Kulturministerin Claudia Schmied hat(te) diese Woche zwei wichtige Personalentscheidungen im Bereich der Bundesmuseen zu treffen: Wer nach Wilfried Seipel die Generaldirektion des Kunsthistorischen Museums übernehmen wird, stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest; sehr wohl aber, dass der Vertrag von Klaus Albrecht Schröder als Albertina-Chef bis 2014 verlängert wird. Ignorieren wir diese Tatsache für einen Moment und fragen uns, wie es mit dem Haus weitergehen könnte.

Die Albertina entwickelte sich innerhalb eines Jahrzehnts von einer verträumten Grafiksammlung zu einer mit großem kaufmännischem Erfolg arbeitenden Kulturmaschine. Ausstellungen mit den großen Namen der Kunstgeschichte - Rembrandt, Picasso, van Gogh - haben inzwischen ein solches Kostennivau erreicht, dass mit hunderttausenden Besuchern kalkuliert werden muss. So werden jene Überschüsse erwirtschaftet, mit denen sich der nächste Blockbuster vorfinanzieren lässt. Schmied wird niemanden finden, der sich diesem

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