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Carsten Fastner | Kultur | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

STADTGESCHICHTE Vor 1911 Jahren gründeten die Römer das Legionslager Vindobona. Das Bild Wiens ist davon bis heute geprägt - wenn auch nicht auf den ersten Blick. Ein neues Museum am Hohen Markt widmet sich nun der antiken Geschichte der Stadt.

Verlässlich jeden Tag seit 91 Jahren schaut der Kaiser persönlich vorbei. Pünktlich um zwölf Uhr Mittag tritt Marc Aurel zu den Klängen einer pythischen Siegesode des griechischen Dichters Pindar auf die Brücke über dem Ankerhof in der Wiener Innenstadt und blickt quer über den Hohen Markt. Sein Aussichtsposten hätte kaum besser gewählt werden können. 1948, mehr als drei Jahrzehnte, nachdem die lebensgroßen Kupferfiguren Marc Aurels und seiner elf Spieluhrkollegen aufgestellt worden waren, entdeckten Bauarbeiter genau in der Blickachse des Kaisers die bedeutendsten Baureste des römischen Legionslagers Vindobona.

"Alles vergeht und wird bald zum Märchen und sinkt rasch in völlige Vergessenheit", schrieb der von der Stoa geprägte Philosophenkaiser

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