Ku-Klux-Klan und Kugelblitz

Kultur | Erich Klein | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

LITERATUR Thomas Pynchon verknüpft in "Gegen den Tag" wieder einmal alles mit jedem. Dennoch ist es ein höchst stringenter Roman über den Aufbruch Amerikas in die Moderne, der im Übrigen auch in Wien Station macht.

Mit seinem jüngsten Roman, "Gegen den Tag", hat Thomas Pynchon eine historische Lücke seiner epischen Konstruktion geschlossen. "Die Enden der Parabel" handeln vom Zweiten Weltkrieg, "Vineland" vom Anfang und Ende Amerikas, und "Mason und Dixon" von dessen Vermessung. Es fehlte also nur noch die Geschichte vom Aufbruch in die Moderne. "It's always night, or we wouldn't need light" lautet das Motto von Thelonious Monk, der für seine Reise um die Welt allerdings nur ein Klavier und keine 1600 Seiten benötigte.

Die Erzählung von der guten Welt, wie sie ein Henry James noch präsentieren konnte, ist auch für Pynchon längst vergangen; es dauert denn auch gut 100 Seiten, bis man die Erzählstränge so halbwegs in die Hand bekommt - wo sie allerdings nicht bleiben sollen: "Vorspring


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