58 Motels


Klaus Nüchtern
Kultur | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

LITERATUR Willy Vlautin, Sänger der Band Richmond Fontaine, legt mit "Motel Life" einen herzergreifenden Roman über zwei Natural Born Losers vor.

I fucked up again, I barely know, where I am", singt Willy Vlautin, begleitet nur von Klavier und einer anämischen Mundharmonika auf "Thirteen Cities", dem jüngsten Album seiner Band Richmond Fontaine. Es ist der letzte Song, und er bringt das Grundgefühl all der gescheiterten und gestrandeten Gestalten, die hier besungen werden, noch einmal auf den Punkt: "Lost in this World" heißt er. Verloren sind sie, weil sie nicht wissen, wo sie hin sollen, aber auch nicht zurück können. Also sind sie eben unterwegs. "A motel life ain't much life, motel ain't much a home", heißt es in einem anderen Lied ("Westward Ho"), und von diesem unsteten Leben erzählt auch Vlautins Romandebüt "Motel Life".

"Das Mizpah, das Morris, das Chalet, das 777, Heart of Reno, Sandman, das Oxbow ..." und dann zählt Frank Flannigan noch 51 weitere Motels auf, die sein

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