Ohren auf

Glücksmomente

Gerhard Stöger | Kultur | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

Genau 15 Jahre sind vergangen, seit Will Oldham sein erstes Palace-Brothers-Album veröffentlicht hat. Dass er ein ganz großer Singer/Songwriter ist, war bereits 1993 klar; dass der amerikanische Todescountry-Waldschratt die Düsternis dereinst hinter sich lassen und zu berückender Schönheit finden würde, schien dagegen nur schwer vorstellbar. Genau das ist in all den ungemein produktiv verlaufenen und von unterschiedlichen Künstlerpseudonymen und Kooperationen geprägten Jahren aber geschehen: Oldham respektive Bonnie "Prince" Billy kann es sich längst auch einmal eine Albenlänge auf der sonnigen Veranda im Schaukelstuhl bequem machen, ohne seine Stellung als enigmatischer Ausnahmebarde zwischen Country, Folk und einer Ahnung von Soul einzubüßen. "Lie Down in the Light" (Domino/Hoanzl) ist der beste Beweis dafür: Das Glück wird hier in teils sehr reduzierten, teils auch großzügig arrangierten Liedern nicht nur gesucht, sondern auch gefunden - ganz ohne Kitsch und Gesülze,

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