Die Achse des Bösen


Matthias Dusini
Kultur | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

KUNST Das Museum moderner Kunst versucht anhand des Begriffs "Bad Painting" eine alternative Geschichte der Malerei darzustellen. In der Gegenwart fehlt dem guten schlechten Maler allerdings der Gegner.

So schlecht, dass es schon wieder gut ist", lautete eine in den 80er-Jahren verbreitete Devise. Die Front zwischen Hoch- und Populärkultur bröckelte, es galt also neue Gegner zu finden. Wurde etwa eine Nick-Cave-Platte von mehr als zwei Leuten gekauft, war der Insidervorsprung bereits verspielt. Die Subkulturelite konnte sich von der Rockplebs dann mit Elogen über die Qualitäten des Weichspülmusikers James Last abgrenzen.

Auch in der Kunst kam der Kreislauf von Abgrenzungen und Umwertungen wieder in Bewegung. Der Filzhut von Joseph Beuys und die weißblonde Perücke Andy Warhols hatten die Untiefen der Avantgardefolklore erreicht, da hieß es plötzlich: "Magritte ist schon ganz gut." Wer sich wunderte, warum der Maler halblustiger Vexierbilder plötzlich gut sein solle, erfuhr dann:

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