Unsichtbares Theater

Wolfgang Kralicek | Kultur | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

FESTWOCHEN Angeblich hat Luc Bondy "Die Zofen" von Genet inszeniert. Von Regie ist aber nichts zu sehen.

Auf der Festwochenpressekonferenz im Dezember kündigte Luc Bondy an, er wolle einmal sehen, ob man "Die Zofen" noch ganz naturalistisch inszenieren könne. Ein halbes Jahr später kennen wir die Antwort. Sie lautet: nein. Hätten wir also auch das geklärt.

Nach der Premiere der "Zofen" im Akzent - einem Theater, das so aussieht, als wäre es in Plovdiv abgetragen und dann in der Argentinierstraße Stein für Stein wieder aufgebaut worden - gab's Buhrufe für den Regisseur. Das ist in Wien erstens grundsätzlich eine Seltenheit und zweitens auch insofern bemerkenswert, als sich der Unmut des Publikums üblicherweise gegen Regisseure richtet, die ein Stück nicht "werktreu" genug umgesetzt haben. Das aber kann an diesem Abend nicht der Grund gewesen sein: Braver kann man ein Stück kaum inszenieren. Vermutlich waren die Buhrufe ganz einfach ein Ausdruck der Enttäuschung.

Die Ausgangssituation

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