Das Theater mit der Oper

Kultur | Carsten Fastner | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

FESTWOCHEN Im Bereich des Musiktheaters hat das Festival ein Problem. Die vier gezeigten Produktionen sind daran nicht schuld.

Wohlwollend ließe sich über das Musiktheaterangebot der Wiener Festwochen 2008 sagen: Der historische Tiefpunkt des vergangenen Jahres, als mit Leos`´ Janác`´eks "Aus einem Totenhaus" nur eine einzige Oper gezeigt wurde, ist überwunden. Heuer standen (neben 32 Schauspielproduktionen) immerhin vier Stücke auf dem Programm, allesamt zudem von zeitgenössischen Komponisten. Und weil dergleichen nicht so leicht verkäuflich ist, wurde obendrein ein günstiges Abonnement für alle vier Produktionen aufgelegt.

Man kann die Bilanz von Musikdirektor Stéphane Lissner aber auch so nüchtern betrachten, wie es etwa die Süddeutsche Zeitung tut: "Gemessen an den interkulturell opulenten Inhalten der Festwochen (im Sprechtheater, Red.), bei denen Luc Bondy manch Brisantes auf die Spitze treiben will, nimmt sich das Musiktheaterangebot fast konventionell, risikobegrenzt,


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