Volim te Hrvatsko

Wir sind 08 | Joseph Gepp | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

REPORTAGE Am Wochenende war Wien kroatischer als alle kroatischen Städte zusammen. Wie es aussieht, wenn der Balkan in die Stadt kommt.

Seit Monaten redet man nun über die EM, über Hooligandateien und Polizeikontrollen, inszenierte Begeisterung und tatsächliche Aussichtslosigkeit, Paninipickerl, Europhorie und teures Bier. Und dann, vergangenen Freitag, 16.16 Uhr, piepte das Handy eines kroatischen Freundes: "Schick diese SMS an alle Kroaten in deinem Telefonbuch! Treffpunkt aller Fans am Sonntag, 14 Uhr, vor der kroatischen Kirche. Marsch durch den ersten Bezirk bis zum Praterstern. Weiterschicken!" Abseits offizieller Zonen und außerhalb des Beschallungsradius der großen Uefa-Schirme will man sich also treffen. Wo die kroatische Party stattfindet, das suchen sich die Fans selbst aus.

Wenn Kroaten nach Wien kommen, dann haben sie vor allem zwei Bezugspunkte. Erstens das Grätzl um die Ottakringer Straße, die "Balkanstraße", wo viele ihr Lager bei Onkeln, Neffen oder Cousinen aufschlagen.


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