Last Chance to see ...

Reise | Erich Klein | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

Reise "Brücken hoch", heißt es jede Nacht in St. Petersburg, der - Nobelpreisträger Joseph Brodsky zufolge -schönsten Stadt der Welt. Doch die Schönheit ist bedroht.

Per Schiff in Sankt Petersburg anzukommen wie einer der allerletzen Romanows im Jahr 1991 ist nicht jedermanns Sache. Es war, als wäre das "Venedig des Nordens" eigens für den imaginären Thronfolger wieder rückbenannt worden. 74 Jahre Kommunismus haben an Piter, wie die 4-Millionen-Metropole an der Newa von ihren Bewohnern genannt wird, mehr als nur Spuren hinterlassen - der Geist, aus dem sie lebt, ist jener von Leningrad. Geschichte bewegt sich nicht in Kreisen.

In spätsowjetischen Zeiten galt das auf der Wyborger Seite gelegene Hotel Leningradskaja als größtes Bordell des Landes. Mit dem skurrilen Denkmal Lenins, der auf einem steinernen Panzerwagen stehend vor dem Finnischen Bahnhof die Weltrevolution ausruft, und dem unweit von hier auf ewig ankernden Revolutionsschiff Aurora war hier alle Sowjethässlichkeit


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