ECE

Wettbewerb ums Überleben

Albert Kirchengast | Politik | aus FALTER 24/08 vom 11.06.2008

Erstmals ging Schwarz-Grün letzte Woche getrennte Wege: ÖVP, SPÖ und FPÖ stimmten dafür, dass die ECE Projektmanagement GmbH ihr Einkaufszentrum mit 130 Geschäften am Bahnhofgürtel errichten darf. Die Grünen konnten ihren Wunsch, die Verkaufsfläche von 60.000 auf 40.000 Quadratmeter und die Pkw-Stellplätze von 1300 auf 500 zu reduzieren, nicht durchsetzen. Die Gretchenfrage lautet: Kann ein innerstädtisches Shopping-Center dieser Größenordnung wirklich sein Umfeld beleben - oder genügt es sich selbst?

Historisch handelt es sich bei diesem Typus "Mall" um eine Weiterentwicklung der Stadt-Passagen des 19. Jahrhunderts und der späteren Warenhäuser, zu denen auch Kastner und Öhler zählt. Doch während diese zur Identitätsbildung der Städte beitrugen, definiert sich die City-nahe Mall, wie sie die in 21 Ländern tätige Otto-Konzern-Tochter ECE entwickelt, als hundertfach erprobte Verkaufs-Maschinerie. In Deutschland boomt diese schon seit Jahrzehnten. Wegen des Kaufkraftabflusses

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