Last Exit Faymann


Nina Horaczek
Politik | aus FALTER 25/08 vom 18.06.2008

SPÖ Bundeskanzler Alfred Gusenbauer ist jetzt einfaches Parteimitglied, Verkehrsminister Werner Faymann sein SPÖ-Chef. Auch das wird der Sozialdemokratie nicht aus der Krise helfen.

Freudentage sehen anders aus. Bundeskanzler Alfred Gusenbauer wirkte abgekämpft. Frauenministerin Doris Bures hatte Tränen in den Augen. Während die beiden nach fast fünf Stunden Diskussion im SPÖ-Präsidium vor Journalisten darlegten, dass die Krise der SPÖ bewältigt sei und nun alles besser werde, strahlte bloß einer: Werner Faymann. Der Verkehrsminister und SPÖ-Regierungskoordinator ist seit Montag auch Parteiobmann der SPÖ. Vorerst zwar nur geschäftsführend, aber am Parteitag im Oktober soll der Wechsel an der Parteispitze auch von den Funktionären abgesegnet werden. Gusenbauer, der noch vor Tagen erklärte, er stelle sich am Parteitag gerne einem Herausforderer, ist nur mehr Bundeskanzler. In der Partei hat er formell nichts mehr zu sagen. Und Bures muss ihr Ministeramt aufgeben und als Geschäftsführerin

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