Fernsehen

Medien | Julia Ortner | aus FALTER 25/08 vom 18.06.2008

TV-Kochsendungen sind eine Pest, das haben wir an dieser Stelle schon analysiert. Wenn sich allerdings ein Wiener Spaßvogel und ein Tiroler Witzbold zusammentun, um vor der Kamera zu kochen, dann ist das wie Pest und Syphilis gemeinsam. Die Köche Andreas Wojta vom "Minoritenstüberl" in der Wiener Innenstadt und Alexander Fankhauser, Eigentümer des "Alexander" in Hochfügen, mögen zwar angesehene Könner ihres Fachs sein, zu interessanten Fernsehfiguren werden sie es allerdings nie bringen ("Frisch gekocht mit Andi und Alex", ORF 2, Mo-Fr, 13.15 Uhr). Natürlich ist so eine tägliche Kochshow zu Mittag vor allem für Omas interessant, die den Enkerln einmal was Flotteres als Schinkenfleckerln auftischen wollen. Aber selbst die alten Damen haben die einfach gestrickten Schmähs der Küchenkünstler wohl schon satt, darüber lachen nur die Lehrlinge in Andis und Alex' Restaurants - weil sie beim Chef schleimen. Vor allem das "Volkstümliche" der TV-Köche nervt, sie tun so, als wären sie in jeder Küche des Landes daheim. Dagegen sind ja sogar die eitlen Säcke von "Lafer! Lichter! Lecker!" erträglich.


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