Kommentar

Pop im Elfenbeinturm

Kultur | Matthias Dusini | aus FALTER 25/08 vom 18.06.2008

Mit der Berufung von Sabine Haag zur neuen Generaldirektorin von Kunsthistorischem Museum (KHM), Völkerkundemuseum und Theatermuseum setzt Kunstministerin Claudia Schmied (SPÖ) die Genderpolitik ihrer Vorgängerin Elisabeth Gehrer (ÖVP) fort, die Frauen in leitende Position staatlicher Kulturinstitutionen holte. Nach Gabriele Zuna-Kratky im Technischen Museum, Johanna Rachinger in der Nationalbibliothek und Agnes Husslein-Arco im Belvedere sitzt nun auch im Flaggschiff des kulturellen Erbes eine Frau im Chefsessel. In der Beschreibung Haags als "seriöser, konsequenter und ernsthafter Arbeiterin" findet sich Schmied wohl auch ein bisschen selbst wieder. Die Arbeiterin selbst war überrascht; sie hatte sich im Gegensatz zu 21 anderen nicht um den Job beworben. Sie kann weder die im Ausschreibungstext verlangte Museumsleitung noch den "Umgang mit Sponsoren" nachweisen.

1990 übernahm der noch bis Jahresende tätige Wilfried Seipel die Leitung der kaiserlichen Sammlungen. Mit ihm kam auch


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige