"Eine gute Hymne singt man gerne"

Kultur | Stefan Apfl | aus FALTER 25/08 vom 18.06.2008

MUSIK & POLITIK Der Ö1-Journalist Albert Hosp wurde eingeladen, zur Findung der kosovarischen Hymne beizutragen. Aber was soll eine Hymne überhaupt leisten?

Seit 17. Februar dieses Jahres gibt es den Staat Kosovo. Seit vergangener Woche hat er auch eine Hymne. Bevor das Parlament darüber abstimmte, wertete eine Jury die 134 Einsendungen aus. Auch der 44-jährige Ö1-Musikredakteur und Balkankenner Albert Hosp wurde um sein Urteil gefragt.

Falter: Wie sind Sie in die Entscheidung, die dann zur kosovarischen Hymne geführt hat, eingebunden worden?

Albert Hosp: Eine kosovarische Jury unter der Leitung des Vizepremiers hat aus mehr als 130 eingesandten Melodien drei ausgewählt. Danach wurde ich zugezogen, als eine Art Berater von außen.

Warum ausgerechnet ein Österreicher?

Die Verhandlungen, die im Laufe des Unabhängigkeitsprozesses in Wien stattgefunden haben, haben den Leuten im Kosovo den Anstoß gegeben, dass sie einen internationalen Teilnehmer wollten. Letztlich dürfte das Bild von


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