Der große Durst

Kultur | Sebastian Fasthuber | aus FALTER 25/08 vom 18.06.2008

LITERATUR Der Münchner Stefan Wimmer schreibt Männerbücher, für die man sich nicht schämen muss. Der "Falter" ging mit dem ehemaligen "Playboy"-Redakteur auf ein Weißbier.

An Wahltagen herrscht in Mexiko das Trockengesetz: Der Verkauf von Alkohol ist strengstens untersagt. Unruhig streift Stefan Wimmers Held Ingo Falkenhorst durch die Straßen der Hauptstadt: "Auf den Café-Terrassen nippten ein paar Touristen an ihren Limonaden. Leider existierte jedoch ein Durst, der mit Limonade nicht aus der Welt zu schaffen war. Ich fühlte, wie dieser besondere Durst meine Zunge ausdörrte, und dachte an den verzweifelten Eintrag, den der Freibeuter Black Beard 1635 in sein Tagebuch gekritzelt hatte:, Welch ein Tag ... Kein Rum mehr da - Unsere Mannschaft ist irgendwie nüchtern - Eine vermaledeite Verwirrung unter uns!'"

Der Freistaat Bayern kennt ein solches Gesetz zum Glück nicht, und so führt Wimmers Weg an einem warmen Frühlingstag in München zielstrebig in die Gastwirtschaft "Beim Sedlmayr".


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