Nüchtern betrachtet

In München ist so weit alles beim Alten

Kultur | aus FALTER 25/08 vom 18.06.2008

Am vergangenen Wochenende beging München seinen 850. Geburtstag, und ich war nicht nur dort, sondern sogar Teil des Geschenkkorbs aus Wien – quasi die Dose mit dem Leberwurstaufstrich. Dass ich so anmaßend war, in München über Karl Valentin zu sprechen, ist mir jetzt noch ein bisschen peinlich. Dass man es mir durchgehen hat lassen, spricht schon sehr für die Langmut der Münchner, die sich selber als Grantler missverstehen (in diesem Belang haben sie gegen Wien echt keinen Auftrag). Ansonsten ist in München soweit alles beim Alten, nur der Atzinger (schon aus reimtechnischen Gründen das Lieblingslokal des amtierenden Papstes, wenn der mal in München einen draufmachen will) ist wegen Neuübernahme zurzeit gesperrt. Und die Frau Mösmer hat irrtümlich die Süddeutsche meiner Gerner Spezln an sich genommen, sodass der Tobias die SZ dann noch extrig käuflich erworben hat, worauf die Frau Mösmer, ihrer Fehlleistung innegeworden, die Zeitung an Astrid und Tobias zurückerstattet


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