Für Slacker

Christopher Wurmdobler | Stadtleben | aus FALTER 25/08 vom 18.06.2008

BEWEGUNG Seiltanzen für alle – angeblich ist das jetzt der letzte Schrei.

Dass Seiltanzen eine Trendsportart ist, kann man nicht wirklich behaupten. Aber das Besteigen von Hochhausfassaden oder meditatives Langsamgehen hat sich auch nie wirklich durchsetzen können. Jedenfalls haben (nach den Mineralwasserproduzenten) nun auch Sportartikelhersteller die Balance entdeckt. Sie gaben einem Befestigungswerkzeug aus dem Baumarkt einen fetzigen Namen und prompt posaunen Großgeschäfte wie Sports Experts was von „Trend 2008“ in die weite Welt hinaus. Die Rede ist vom Slacklinen. Dabei geht es darum, auf einem fünf Zentimeter breiten Ratschenband, das zwischen zwei Bäumen oder Pfosten befestigt ist, balancierend das Gleichgewicht zu halten. Doch anders als beim straff gespannten Seiltanzdrahtseil, dehnt sich die „Slackleine“ unter dem Gewicht des Turners. Das erfordert viel Konzentration und deshalb ist das Band mit der Spannratsche bislang vor allem als Trainingsgerät bei Kletterern

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